OKCupid

Warnung: *Datenschutz ist in diesem Produkt nicht inbegriffen

OKCupid

Überprüft am: 15.03.2021

Vor vielen Jahren (2007) war OKCupid eine der Top-10-Dating-Apps. Seit dem Launch 2004 haben sich über 50 Millionen Nutzer*innen für OKCupid entschieden. Bei der Anmeldung machen Nutzer*innen einen Persönlichkeitstest und Angaben zu ihrer Person. Basierend auf den Ergebnissen des Quiz wird dann die Kompatibilität mit potenziellen Matches, in Prozent vom Algorithmus ermittelt, angezeigt. Dieser Prozentsatz soll verraten, wie wahrscheinlich es ist, dass zwei Nutzer*innen auf einer Wellenlänge sind. Wie dieser Algorithmus funktioniert, wird nicht offengelegt. Wer weiß also, ob es in Wirklichkeit dann auch passt? Gute Neuigkeiten sind, dass man dafür bezahlen kann, sein Profil mehr Menschen anzeigen zu lassen. Damit kommt OKCupid dem Slogan „Dating deserves better“ nach.

Was könnte passieren, wenn etwas schiefgeht?

OKCupid wollte anscheinend zum „Furchtbare-Sicherheitslücke-legt-riesige-Menge-Nutzer*innendaten-offen-Klub“ gehören. Damit reiht sich die Dating-Plattform hinter Tinder, Bumble, Grindr und Coffee Meets Bagel ein und gehört zu der Gruppe an Dating-Apps, deren Sicherheitslücken es Hackern möglich machen, persönliche Angaben von Nutzer*innen zu stehlen, ihre privaten Nachrichten anzusehen und sich in Profile einzuhacken, um sich als die Person auszugeben – das hat jedenfalls eine Untersuchung durch Sicherheitsforscher 2020 ergeben. Das und eine Sicherheitslücke, die Sicherheitsforscher schon 2019 bei OKCupid aufgetan haben, weisen darauf hin, dass IHRE DATEN HIER NICHT SICHER SIND! Ah, sorry, wir wollten nicht schreien. Aber es sind nicht nur diese Sicherheitslücken, die OKCupid zu einem gefährlichen (Flirt)-Pflaster machen. In einer Studie der norwegischen Forschungsbehörde (Norges forskningsråd) wird OKCupid vorgeworfen, persönliche Daten der Nutzer*innen, wie Standort, sexuelle Präferenzen und Verhaltensdaten mit Marketingfirmen zu teilen und damit gegen Datenschutzgesetze zu verstoßen. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Algorithmus, der Nutzer*innen anhand eines Persönlichkeitstests und Fragen mit potenziellen Matches verbindet. Zu den Fragen gehören auch solche zur Ethnizität und Religion. Da liegt die Annahme nahe, dass OKCupids Algorithmus solche Faktoren zum Nachteil der Nutzer*innen mit einbezieht. Außerdem gehört OKCupid, genau wie mindestens 45 andere Dating-Anbieter wie Hinge, Tinder und Plenty of Fish, der Match Group an. Wer sich bei einer dieser 45 Anbieter anmeldet, stimmt der jeweiligen Datenschutzrichtlinie zu, in der steht, dass persönliche Angaben an alle der anderen 45+ Apps weitergegeben werden können. Potenziell sind das jede Menge Daten, die da an viel mehr Dating-Apps gegeben werden, als man eigentlich dachte. Sicherheitslücken, eine schlechte Datenschutzbilanz, das Teilen von Daten mit unbekannten Dritten, Algorithmen, die womöglich Kriterien wie Ethnizität und Religion mit einbeziehen … und da haben wir noch nicht mal erwähnt, dass OKCupid zwar angibt, dass Nutzer*innen ihre Daten löschen lassen können, dann aber keine klare Angabe machen, wie das funktioniert. OKCupid ist vielleicht nicht die schlimmste Dating-App, wenn man sich an Grindr erinnert, aber Junge, Junge, sie ist schon ziemlich schlimm.

Datenschutz

Spioniert es mich aus?

Kamera

Gerät: Nicht verfügbar

App: Nein

Mikrofon

Gerät: Nicht verfügbar

App: Nein

Verfolgt den Standort

Gerät: Nicht verfügbar

App: Ja

Was wird für die Registrierung abgefragt?

Welche Daten werden gesammelt?

Wie werden die Daten genutzt?

Im Januar 2020 beschuldigte der Verbraucherrat von Norwegen Tinder, illegal Nutzerdaten zu verkaufen. Tinder teilt definitiv persönliche Nutzerdaten mit rund 45 anderen Unternehmen der Match Group, darunter Hinge, OKCupid und Plenty of Fish und andere. Das Unternehmen teilt Nutzerdaten mit Drittanbietern für Zwecke wie Analysen, Werbung und Zahlungsabwicklung.

Wie ist die bekannte Erfolgsbilanz des Unternehmens zum Schutz der Nutzerdaten?

Verbesserungsbedürftig

Im Juli 2020 fanden Sicherheitsforscher Schwachstellen, die sensible Daten von Nutzer*innen offenlegen. Außerdem teilt OKCupid angeblich persönliche Nutzerdaten mit Werbefirmen, was gegen Datenschutzgesetze verstoßen kann.

Kann dieses Produkt offline genutzt werden?

Nein

Benutzerfreundliche Datenschutzinformationen?

Nein

Die Datenschutzrichtlinie ist ziemlich technisch, auch wenn sie behaupten, sie zugänglich zu machen.

Links zu Datenschutzinformationen

Sicherheit

Erfüllt dieses Produkt unsere Mindestsicherheitsstandards?

Ja

Verschlüsselung

Ja

Wir konnten nicht feststellen, ob eine Verschlüsselung verwendet wird, um die persönlichen Daten der Nutzer*innen, Chats, Bilder und mehr zu schützen.

Sicheres Passwort

Ja

Ein starkes Passwort ist erforderlich.

Sicherheitsupdates

Ja

Sicherheitslücken – und jetzt?

Ja

OkCupid nimmt an einem Bug-Bounty-Programm teil. Die Dating-App ermutigt Sicherheitsforscher, entdeckte potenzielle Schwachstellen an [email protected] zu melden. https://www.okcupid.com/security

Datenschutzrichtlinie

Ja

Wie bei Tinder und Hinge heißt es auch in der Datenschutzrichtlinie von OkCupid: „Wie bei allen Technologieunternehmen gilt: Obwohl wir Maßnahmen ergreifen, um Ihre Daten zu schützen, können wir nicht versprechen und Sie sollten nicht erwarten, dass Ihre persönlichen Daten immer sicher sind.“ – was besorgniserregend ist.

Künstliche Intelligenz

Hat das Produkt KI?

Ja

Nutzt die KI Ihre persönlichen Daten, um Entscheidungen über Sie zu treffen?

Ja

Dürfen Verbraucher erfahren, wie die KI eines Unternehmens funktioniert?

Nein

OkCupid nutzt für die Empfehlung potenzieller Matches KI. Dazu die Harvard Business School: „Mit dem Ruf, ein stark von Daten getriebenes Unternehmen zu sein, hat sich OkCupid auf seine maschinellen Lernalgorithmen verlassen, um Menschen zusammenzubringen. Ein höherer Match-Prozentsatz bedeutet, dass ein Paar eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, zueinander zu finden. Dabei werden die verschiedenen Fragen unterschiedlich gewichtet. Aber über die Generierung von Matches hinaus setzt OKCupid maschinelles Lernen auch dazu ein, die Community zu verbessern. Das Team für Support und Moderation erhält Warnhinweise, wenn durch die KI schädliche oder beleidigende Sprache entdeckt wird. Mit Hilfe dieser Technologie kann OkCupid schnell auf Fälle von Belästigung reagieren. Je nach Bedarf werden menschliche Moderatoren hinzugezogen.“

Kontaktinformationen des Unternehmens

Telefonnummer

Nein

Live-Chat

Nein

E-Mail

in app

Twitter

@okcupid

Updates

Grindr and OkCupid Spread Personal Details, Study Says
NY Times
Popular dating services like Grindr, OkCupid and Tinder are spreading user information like dating choices and precise location to advertising and marketing companies in ways that may violate privacy laws, according to a new report that examined some of the world’s most downloaded Android apps.
Study says Grindr, OkCupid, and Tinder breach GDPR
ZDNet
Dating apps Grindr, OkCupid, and Tinder are allegedly spreading user information like sexual preferences, behavioural data, and precise location to advertising companies in ways that may violate privacy laws, according to a study conducted by the Norwegian Consumer Council (NCC).
Love in a Hopeless Place: Machine Learning at OkCupid
Harvard Business School
Currently, over 20% of heterosexual relationships and 70% of same-sex relationships in the US start on the internet, with this avenue quickly becoming the predominant method for meeting a significant other [2]. Online dating companies hoping to capture a share of this growing market must therefore have a competitive edge.
How Private Is Your Online Dating Data?
Consumer Reports
As you swipe, type, and meet up with online matches, dating apps are collecting all sorts of information. There’s what you tell them directly, such as your name, occupation, what you’re looking for in a partner, and your sexual preferences.
OkCupid: Hackers want your data, not a relationship
ZDNet
Researchers exploring OkCupid for security holes have found a way for hackers to pillage the sensitive data of users.
It's not OK, Cupid: Security flaws could expose user data and more
Tech Republic
Research from Check Point Software have discovered a number of vulnerabilities in online dating service OK Cupid's mobile app and website that could allow attackers to not only steal personal data, but take actions on a user's behalf as well.
50 million OKCupid users at risk due to security flaws — what to do now
Tom's Guide
OkCupid, one of the world’s most popular online dating services, has been left vulnerable to the threat of hacking as a result of several security flaws.
OkCupid Security Flaw Threatens Intimate Dater Details
Threat Post
Attackers could have exploited various flaws in OkCupid’s mobile app and webpage to steal victims’ sensitive data and even send messages out from their profiles.
Your favorite dating site isn’t as private as you think
Vox
As you search online for a soulmate (or a friend) this Valentine’s Day, you might be surprised to hear that Facebook, Google, and a host of other companies may come along for the ride. That’s because these firms are in the advertising business, and tracking what you do — even your visits to dating sites — helps them target ads and reveal consumer habits.

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