Tinder

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Tinder

Review date: 15.03.2021

Tinder ist die App, die das Nach-rechts-Swipen für die Liebe (oder Hook-ups) beliebt gemacht hat. Seit dem Launch der App 2012 hat sie sich zu einer der beliebtesten Dating-App weltweit entwickelt. Profile lassen sich schnell und einfach erstellen – am wichtigsten ist dabei das Profilbild. Nutzer*innen sehen ein Profilbild und können dann nach rechts swipen, um zu liken oder nach links, um abzulehnen. Wenn die andere Person auch ein Like vergeben hat, können beide sich schreiben und das Dating-Game beginnen. Nutzer*innen können sich über Facebook bei Tinder anmelden, Instagram oder Snapchat hinzufügen und ihr Profil mit ihrem Spotify-Konto verbinden. Dabei sammelt Tinder eine ganze Reihe an Daten über sie und hat in der Vergangenheit oft den Datenschutz nicht allzu ernst genommen. Außerdem wurde auch der Matching-Algorithmus der App in Frage gestellt, als fragwürdige Praktiken ans Licht kamen, wie etwa, dass die Profile von männlichen Gratisnutzern niedriger bewertet wurden oder Nutzer*innen über 28 Jahre für die verschiedenen Abonnements mehr bezahlen müssen.

Was könnte passieren, wenn etwas schiefgeht?

Ja, Tinder ist für den Schutz und die Sicherheit Ihrer Daten ziemlich mies. Die Fotos von rund 70.000 Frauen tauchten auf einer Website auf, die für kriminelle Aktivitäten bekannt ist. Persönliche Daten von Nutzer*innen wurden illegalerweise mit Werbetreibenden geteilt. Sicherheitslücken haben es Angreifern ermöglicht, jede Bewegung von Nutzer*innen in der App nachzuverfolgen. Dies sind nur einige der vielen Datenschutz- und Sicherheitsprobleme, derer Tinder in den letzten paar Jahren beschuldigt wurde. Hinzu kommt, dass Algorithmen potenziell voreingenommen sind, wenn sie Nutzer*innen basierend auf deren Begehrlichkeit einstufen. Anhand dieser Einstufung haben Nutzer*innen dann mehr Chancen auf viele Matches. Klingt ganz schön abstoßend. Tinder und mindestens 45 andere Datingseiten wie Hinge, OKCupid und Plenty of Fish gehören zur Match Group. Nutzer*innen, die sich bei einer dieser Datingseiten anmelden, stimmen deren Datenschutzrichtlinie zu, in der es heißt, dass die persönlichen Daten mit jeder der anderen über 45 Seiten geteilt werden dürfen, die zur Match Group gehören. Damit teilen Nutzer*innen jede Menge persönlicher Angaben mit vielen verschiedenen Datingseiten statt nur mit einer. Dazu kommt, dass laut einer durch eine norwegische Recherche-Behörde veranlassten Studie die Match Group-Sites möglicherweise private Informationen wie etwa den Standort oder die Dating-Vorlieben ihrer Nutzer*innen mit Marketingunternehmen teilen, was unter Umständen gegen Datenschutzgesetze verstößt. Ein wahres Datenschutz-Desaster! Man sollte auch nicht vergessen, dass bei einer Anmeldung über Facebook sowohl Facebook als auch Tinder potenziell gemeinsam mehr Informationen sammeln können. Deshalb raten wir Nutzer*innen dringend davon ab, sich über Facebook bei ihrer Dating-App anzumelden. Was wäre ein Worst-Case-Scenario? Es sind bei Tinder schon viele schlimme Dinge geschehen, die müssen wir hier nicht aufführen. Im Abschnitt „Updates“ unten auf dieser Seite können Sie sich einige davon selber ansehen.

Datenschutz

Spioniert es mich aus?

Camera

Gerät: Nicht verfügbar

App: Ja

Microphone

Gerät: Nicht verfügbar

App: Ja

Tracks Location

Gerät: Nicht verfügbar

App: Ja

Was wird für die Registrierung abgefragt?

Telefon oder Drittpartei (Facebook oder Apple) sind für die Anmeldung erforderlich.

What data does it collect?

Wie werden die Daten genutzt?

Im Januar 2020 beschuldigte der Verbraucherrat von Norwegen Tinder, illegal Nutzerdaten zu verkaufen. Tinder teilt definitiv persönliche Nutzerdaten mit rund 45 anderen Unternehmen der Match Group, darunter Hinge, OKCupid und Plenty of Fish und andere. Das Unternehmen teilt Nutzerdaten mit Drittanbietern für Zwecke wie Analysen, Werbung und Zahlungsabwicklung.

Wie können Sie über Ihre Daten bestimmen?

Nutzer*innen können eine Kopie ihrer persönlichen Informationen und die Löschung ihrer Daten anfordern. Nutzer*innen, die in Kalifornien wohnhaft sind, können eine Mitteilung anfordern, in der die Kategorien der persönlichen Daten offengelegt werden, die Tinder im vorangegangenen Kalenderjahr mit Dritten für deren Direktmarketingzwecke geteilt hat. Beides kann durch Ausfüllen dieses Formularsangefordert werden.

What is the company’s known track record for protecting users’ data?

Mangelhaft

Anfang 2018 fanden Sicherheitsforscher heraus, dass es Tinder an einer grundlegenden Verschlüsselung für Fotos fehlte, ebenso wie an einer grundlegenden HTTPS-Verschlüsselung in den mobilen Tinder-Apps für iOS und Android. Anfang 2020 erlitt Tinder eine schwerwiegende Datenpanne, die dazu führte, dass mehr als 70.000 Bilder von Frauen online geteilt wurden. Zusätzlich zu diesen Datenschutzverletzungen begannen norwegische Aufsichtsbehörden, gegen Tinder zu ermitteln, da das Unternehmen persönliche Nutzerdaten mit Werbefirmen geteilt haben soll, die möglicherweise gegen Datenschutzgesetze verstoßen.

Kann dieses Produkt offline genutzt werden?

Nein

User friendly privacy information?

Nein

Die Datenschutzrichtlinie ist ziemlich technisch, auch wenn sie behaupten, sie zugänglich zu machen.

Links to privacy information

Security

Does this product meet our Minimum Security Standards?

Ja

Verschlüsselung

Ja

Tinder verwendet eine Verschlüsselung, die im Juni 2018 verstärkt wurde.

Strong password

Nicht anwendbar

Ein Passwort ist nicht erforderlich, da die Anmeldung entweder per Telefon oder über einen Drittanbieter erfolgt.

Sicherheitsupdates

Ja

Sicherheitslücken – und jetzt?

Ja

Tinder hat ein Bug-Bounty-Programm. Das Unternehmen ermutigt Sicherheitsforscher dazu, potenzielle Sicherheitslücken verantwortungsbewusst zu melden: [email protected]

Privacy policy

Ja

Beinhaltet Sicherheitsinformationen

Künstliche Intelligenz

Hat das Produkt KI?

Ja

Nutzt die KI Ihre persönlichen Daten, um Entscheidungen über Sie zu treffen?

Ja

Dürfen Verbraucher erfahren, wie die KI eines Unternehmens funktioniert?

Nein

Der Algorithmus von Tinder scheint die Arten von Profilen, die ein Benutzer sieht und denen er angezeigt wird, erheblich zu beeinflussen. Einige Forscher haben darauf hingewiesen, dass der Algorithmus möglicherweise Vorurteile aufgrund von Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Alter oder Geschlecht enthält.

Company contact info

Telefonnummer

Nein

Live-Chat

Nein

Twitter

@tinder

Updates

Study says Grindr, OkCupid, and Tinder breach GDPR
ZDNet
Dating apps Grindr, OkCupid, and Tinder are allegedly spreading user information like sexual preferences, behavioural data, and precise location to advertising companies in ways that may violate privacy laws, according to a study conducted by the Norwegian Consumer Council (NCC).
Study: Tinder, Grindr And Other Apps Share Sensitive Personal Data With Advertisers
NPR
A group of civil rights and consumer groups is urging federal and state regulators to examine a number of mobile apps, including popular dating apps Grindr, Tinder and OKCupid for allegedly sharing personal information with advertising companies.
70,000 Tinder Photos of Women Just Got Dumped on a Cyber-Crime Forum
Gizmodo
More than 70,000 photos of Tinder users are being shared by members of an online cyber-crime forum, Gizmodo has learned, raising concerns about the potential for abusive use of the photos. Ominously, only women appear to have been targeted.
Are You on Tinder? Someone May Be Watching You Swipe
Checkmarx
The Checkmarx Security Research Team found disturbing vulnerabilities in a highly popular dating application used by people across the globe – Tinder. The report features how a malicious attacker can take advantage of these vulnerabilities to cause serious privacy breaches to an unsuspecting user.
Tinder may not get you a date. It will get your data.
Vox
While you’re out mining dating apps for love this Valentine’s Day, these platforms are doing the same to your data. That’s because these apps and sites’ business models rely on the information you provide, to determine things like the matches they suggest and the ads they show you as you swipe.
Tinder privacy is not going to happen
Diggit Magazine
Tinder is the most widely used dating platform. At the same time, it remains extremely unsafe. The app has managed to collect millions of users and billions of swipes daily despite its disturbing lack of privacy. But what are the multiple ways in which Tinder fails to secure individuals' data, and why are users still willing to take the risk to keep swiping?
How to manage your privacy on Tinder
VPN Overview
Online dating is mostly just a lot of fun. Dating apps enable users to meet others from the comfort of their home and any other place. However, there are several privacy risks tied to the use of these apps and Tinder specifically. It’s always wise to be aware of these.
The Tinder algorithm, explained
Vox
If there’s one thing I know about love, it’s that people who don’t find it have shorter life spans on average. Which means learning how the Tinder algorithm works is a matter of life and death, extrapolating slightly.
How Tinder’s algorithm is micromanaging your dating life
The Spinoff
Tinder became the world’s most popular dating app by promising serendipitous connections with online strangers. But there’s nothing random about the way it works, explains Matt Bartlett.
I Found Out My Secret Internal Tinder Rating And Now I Wish I Hadn’t
Fast Company
The dating app uses data to give every user a desirability rating. Here’s how it works—and what happened when I discovered my number.
Tinder finally encrypted everyone’s photos
The Verge
Tinder’s parent company Match Group publicly announced today, in a letter to Sen. Ron Wyden (D-OR), that it is now encrypting photos sent between Tinder’s servers and its app. The changes were implemented in February, following the public disclosure of an attack that could have let hackers view people’s profile pictures and swipe actions.
Tinder will soon let you run a background check on a potential date
The Verge
Tinder and other Match Group-owned apps are going to let their users run background checks on possible dates. The company announced an investment in Garbo, a nonprofit that looks to allow people to run background checks with only their first name and phone number or full name. The investment, of which Match didn’t disclose the amount, will help make the group’s tech available to Match’s users, starting with the company’s most popular app: Tinder.
Tinder Sets Dating App Standard for Security
Tinder
Joins Select Group of US Companies with Highest Security Certification - ISO 27001
Introducing a New Global Privacy Preferences Tool
Match Group
At Match Group, we know that making romantic connections is one of the most sensitive and personal ways people use the internet today. That’s why we have implemented a privacy by design approach to our apps.

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