Apple HomePod Mini

Apple HomePod Mini

Apple
WLAN Bluetooth

Überprüft am: 9. November 2022

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Mozillas Meinung

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Abstimmungsergebnis: Nicht unheimlich

„Vollbereichstreiber und duale Passivstrahler!“ Keine Ahnung, was das bedeutet, aber Apple lässt das in diesen kleinen runden, bunten Kugeln eines intelligenten Lautsprechers wie das Coolste aller Zeiten klingen. Der Homepod Mini ist in fünf Farben mit vier integrierten intelligenten Mikrofonen erhältlich, um alle „Hey Siri“-Anfragen zu hören. Apple verspricht jedoch, dass alles, was Sie nach „Hey Siri“ sagen, verschlüsselt und mit einer zufälligen Kennung auf den Servern von Apple verknüpft ist, sodass Ihre Sprachanfragen hoffentlich sicher sind. Und iPhone-Besitzer haben Glück! Apple sagt, dass personalisierte Hörvorschläge auf magische Weise auf Ihrem iPhone erscheinen, wenn Sie es neben Ihren Homepod halten, ohne Ihr Telefon entsperren zu müssen. Das war’s dann mit der Privatsphäre Ihrer Playlist.

Was könnte passieren, wenn etwas schiefgeht?

Apple macht einen ziemlich guten Job mit Datenschutz und Sicherheit als Unternehmen. Es gab einige ernsthafte Sicherheitsprobleme, darunter eines im Jahr 2022, das es Hackern ermöglichen konnte, die vollständige Kontrolle über iPhones, iPads und Macs zu übernehmen. Und eine weitere Sicherheitslücke, die zu Spyware führte, mit der Angreifer Anrufe und Nachrichten aufzeichnen und sogar die Kamera und das Mikrofon des Geräts einschalten können, ohne dass der Benutzer es merkt. Das Gute an Apple und dem Thema Sicherheit ist, dass das Unternehmen diese Sicherheitslücken ernst zu nehmen scheint, sie sofort behebt und die Nutzer ziemlich gut darüber informiert, was sie zu ihrer eigenen Sicherheit tun müssen. Halten Sie Ihre Geräte also immer auf dem neuesten Stand! Und nehmen Sie diese Sicherheitswarnungen ernst. Dies ist auch eine gute Erinnerung daran, dass selbst die besten Unternehmen anfällig für Sicherheitslücken und -verletzungen auf hohem Niveau sein können.

In Sachen Datenschutz schneidet Apple im Allgemeinen besser ab als andere große Tech-Unternehmen (wir sagen nur Meta, Amazon oder Samsung). Apple ist natürlich nicht perfekt. Aber das Unternehmen scheint weniger Daten zu sammeln, weil es im Gegensatz zu Google und Facebook nicht versucht, so viele Werbeanzeigen wie möglich zu verkaufen (zumindest noch nicht).

Laut eigenen Angaben kann Apple Dinge wie Name, E-Mail-Adresse, Alter, Standort, Geräteinformationen, Kontaktinformationen und mehr erfassen. Die gute Nachricht aber ist, dass Apple alle diese Informationen wie personenbezogene Daten behandelt. Sachen wie die Geräte-ID und Ähnliches werden also genauso sicher behandelt wie Ihr Name und Ihr Alter, was wirklich gut ist. Apple erklärt außerdem, die Daten von Benutzern nicht weiterzugeben oder zu verkaufen – auch das ist sehr löblich. Allerdings kann das Unternehmen, wie es selbst angibt, Ihre Daten mit bestimmten Dritten teilen, z. B. mit Geschäftspartnern, Dienstanbietern und anderen, vorausgesetzt, Sie erlauben dies. Im Großen und Ganzen scheint die Weitergabepolitik von Apple für die angebotenen Dienste ziemlich normal zu sein.

Apple sagt auch, dass Sie personalisierte Werbeanzeigen auf den Apple-Plattformen sehen können: Das Unternehmen zeigt Ihnen solche Anzeigen auf Apple News oder im App Store, gibt Ihnen aber die Möglichkeit, diese personalisierten Anzeigen mithilfe Ihrer Apple ID abzuschalten – und das gilt dann auf allen Apple Geräten. Sie sollten aber im Auge behalten, wie Apple sein Anzeigengeschäft betreibt. Im Moment bereitet uns das noch keine Sorgen, aber das könnte sich ändern, denn das Unternehmen will seine Werbeeinnahmen steigern.

Wenn es um KI-Sprachassistenten geht, ist Siri ein bisschen mehr auf den Datenschutz bedacht als andere wie Alexa von Amazon: Apple achtet besonders darauf, dass Ihre Siri-Anfragen nicht mit Ihnen in Verbindung gebracht werden, und das ist großartig. 2021 hat Apple eine weitere positive Änderung für Ihre Siri-Sprachanfragen vorgenommen – viele Audioanfragen für Dinge wie das Einstellen von Timern oder Weckern oder das Steuern von Musik werden nicht mehr über das Internet an die Unternehmensserver gesendet, sondern direkt auf dem HomePod verarbeitet. Dies ist besser für Ihre Privatsphäre. Und alle Informationen, die zur Personalisierung von Dingen auf Ihren Apple Geräten verwendet werden, werden über iCloud mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung synchronisiert. Alle diese Maßnahmen sind gut für den Schutz Ihrer Daten. Apple sah sich 2019 mit Gegenreaktionen konfrontiert, als sich herausstellte, dass Auftragnehmer des Unternehmens regelmäßig vertrauliche persönliche Gespräche mithörten, als sie die Aufzeichnungen des Sprachassistenten überprüften. Apple hat seine Richtlinie geändert, sodass Benutzer nicht automatisch für die Überprüfung der menschliche Stimme angemeldet wurden.

Was wäre das Worst-Case-Szenario? Naja, Apple ist nicht perfekt, das Unternehmen könnte Manches definitiv besser machen. Und wie es scheint, will Apple sein Anzeigengeschäft ausbauen. Ein guter Zeitpunkt, um die Menschen daran zu erinnern, dass die Datenschutzrichtlinie von Apple – wie übrigens alle Datenschutzrichtlinien, die wir uns genauer ansehen – folgende Klausel enthält: „Wir können auch Daten über Sie offenlegen, wenn es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt, wenn wir feststellen, dass die Offenlegung notwendig ist, um unsere Geschäftsbedingungen durchzusetzen oder unseren Geschäftsbetrieb oder unsere Nutzer zu schützen, oder im Falle einer Umstrukturierung, Fusion oder eines Verkaufs.“ Zurzeit verhält sich Apple zwar fair, aber es gibt keine Garantie, dass sich das Unternehmen nicht zukünftig umstrukturieren oder seine Datenschutzpraktiken ändern wird. Dann könnten die personenbezogenen Daten, die Sie dem Unternehmen heute anvertrauen, noch gefährdeter oder wertvoller werden. Hoffen wir also darauf, dass Apple auch in Zukunft zu den Guten bzw. den Besseren gehören wird. 🤞🏼

Tipps zu Ihrem Schutz

  • Sie können sagen: „Hey Siri, hör auf, zuzuhören“, um die Spracherkennung für eine Zeit zu deaktivieren.
  • Schauen Sie sich die Datenschutzeinstellungen von Apple HomePod an.
  • Sie können auch die Ortungsdienste auf Ihrem HomePod deaktivieren.
  • Bevor Sie den HomePod an eine andere Person weitergeben, sollten Sie ihn aus der Home-App entfernen.
  • Nutzen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen, um den Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten per App zu beschränken (d. h. geben Sie Kamera, Mikrofon, Bildern und Video keinen Zugriff)
  • Aktualisieren Sie Ihre App regelmäßig!
  • Schränken Sie das Anzeigen-Tracking über Ihr Gerät (z. B. auf dem iPhone unter „Datenschutz“ > „Werbung“ > „Ad-Tracking beschränken“) und die größten Werbenetzwerke ein (bei Google öffnen Sie Ihr Google-Konto und schalten Sie die Anzeigenpersonalisierung aus)
mobile Datenschutz Warnung Sicherheit KI

Kann es mich ausspionieren? Information

Kamera

Gerät: Nein

App: Nicht verfügbar

Mikrofon

Gerät: Ja

App: Nicht verfügbar

Verfolgt den Standort

Gerät: Nein

App: Nicht verfügbar

Was kann zur Registrierung verwendet werden?

Welche Daten sammelt das Unternehmen?

Wie nutzt das Unternehmen die Daten?

„Apple verkauft Ihre Daten nicht, auch nicht gemäß der Definition von ‚Verkauf‘ in Nevada und Kalifornien.“

„Apple verwendet personenbezogene Daten, um unsere Dienste bereitzustellen, Ihre Transaktionen zu verarbeiten, mit Ihnen zu kommunizieren, zur Sicherheit und Betrugsbekämpfung sowie zur Einhaltung von Gesetzen. Mit Ihrer Zustimmung können wir personenbezogene Daten auch für andere Zwecke verwenden.

Apple verwendet Ihre personenbezogenen Daten nur dann, wenn wir eine gültige gesetzliche Grundlage dafür haben. Je nach den Umständen kann sich Apple auf Ihre Einwilligung oder die Tatsache verlassen, dass die Verarbeitung erforderlich ist, um einen Vertrag mit Ihnen zu erfüllen, Ihre lebenswichtigen Interessen oder die anderer Personen zu schützen oder Gesetze einzuhalten. Wir können Ihre personenbezogenen Daten auch verarbeiten, wenn wir der Meinung sind, dass dies in unserem oder dem berechtigten Interesse anderer liegt, unter Berücksichtigung Ihrer Interessen, Rechte und Erwartungen. Wenn Sie Fragen zur Rechtsgrundlage haben, können Sie sich unter apple.com/de/privacy/contact an die Datenschutzbeauftragten wenden.“

Apple sagt, dass es Ihre Daten nicht zu Werbe- oder Marketingzwecke an Dritte weitergibt. Im Juni 2021 kündigte Apple an, Siri-Anfragen nicht mehr an die Unternehmensserver zu senden, sondern sie stattdessen direkt auf Geräteebene zu verarbeiten.

Apple kann Ihnen laut eigenen Aussagen Werbeanzeigen über ihre Dienste anzeigen. Sie können diese gezielte Werbung aber ausschalten. „Anzeigen, die über die Werbeplattform von Apple bereitgestellt werden, können in Apple News, Stocks und im App Store erscheinen. Wenn Sie in diesen Apps keine auf Ihre Interessen zugeschnittene Werbung von der Apple Werbeplattform erhalten möchten, können Sie ‚Personalisierte Werbung‘ deaktivieren. Damit melden Sie den Empfang derartiger Werbung für Ihre Apple ID unabhängig vom verwendeten Gerät ab.“

Wie das Unternehmen laut eigenen Angaben Daten an Strafverfolgungsbehörden weitergibt:

„Außerdem können wir Daten über Sie offenlegen, wenn wir der Überzeugung sind, dass dies für die nationale Sicherheit, den Gesetzesvollzug oder andere öffentliche Interessen notwendig oder angemessen ist.“

Wie können Sie Ihre Daten kontrollieren?

„Apple bewahrt personenbezogene Daten nur so lange auf, wie es für die Erfüllung der Zwecke, für die sie erfasst wurden, erforderlich ist, einschließlich wie in dieser Datenschutzrichtlinie oder in unseren dienstspezifischen Datenschutzhinweisen beschrieben oder wie gesetzlich vorgeschrieben. Wir bewahren personenbezogene Daten so lange wie notwendig auf, um die in dieser Datenschutzrichtlinie und unseren dienstspezifischen Übersichten zum Datenschutz beschriebenen Zwecke zu erfüllen. Bei der Beurteilung der Aufbewahrungsfristen prüfen wir zunächst sorgfältig, ob es notwendig ist, die erfassten personenbezogenen Daten aufzubewahren, und bewahren, falls eine Aufbewahrung erforderlich ist, die personenbezogenen Daten für den kürzestmöglichen gesetzlich zulässigen Zeitraum auf.“

Apple gewährt Ihnen das Recht, Ihre Daten zu löschen oder auf sie zuzugreifen.

„Es kann Situationen geben, in denen wir Ihrer Bitte nicht nachkommen können – zum Beispiel wenn Sie uns bitten, Ihre Transaktionsdaten zu löschen, Apple aber gesetzlich verpflichtet ist, diese Transaktion aufzuzeichnen. Wir können einen Antrag auch ablehnen, wenn dies unsere rechtmäßige Verwendung der Daten zur Betrugsbekämpfung und zu Sicherheitszwecken untergraben würde, z. B. wenn Sie die Löschung eines Accounts beantragen, der wegen Sicherheitsbedenken untersucht wird. Ihre Datenschutzanfrage kann ferner abgelehnt werden, wenn sie die Privatsphäre anderer gefährdet, leichtfertig oder schikanös ist oder äußerst unpraktisch wäre.“

Wie ist das Unternehmen in der Vergangenheit mit den Daten über seine Verbraucher umgegangen?

Verbesserungsbedürftig

2022 identifizierte und patchte Apple mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken, darunter eine, mit der Hacker die volle Kontrolle über iOS-Geräte übernehmen konnten.

2022 soll Apple Nutzerdaten an Hacker weitergegeben haben, die sich als Strafverfolger ausgaben und Auskunftsersuche fälschten.

2021 hatte Apple eine sehr schwere Spyware-Sicherheitslücke namens Pegasus, die iPhones und andere Apple Geräte infizierte.

2021 meldete das Drittunternehmen GetHealth ein großes Datenleck, von dem 61 Millionen Fitness-Tracker-Datensätze betroffen waren, darunter auch die Healthkit-Daten von Apple. Im September 2021 entdeckte eine Gruppe von Sicherheitsforschenden, dass GetHealth über eine ungesicherte Datenbank mit über 61 Millionen Datensätzen im Zusammenhang mit Wearable-Technologie und Fitnessdiensten verfügte. GetHealth griff auf Gesundheitsdaten von Nutzern von Wearables auf der ganzen Welt zu und veröffentlichte diese in einer nicht passwortgeschützten, unverschlüsselten Datenbank. Die Liste enthielt Namen, Geburtsdaten, Gewicht, Größe, Geschlecht und den geografischen Standort sowie andere medizinische Daten, wie z. B. den Blutdruck.

Informationen zum Datenschutz bei Kindern

„Apple ist sich der Bedeutung des Schutzes der personenbezogenen Daten von Kindern bewusst. Als Kinder definieren wir Personen unter 13 Jahren oder einem entsprechenden in Ihrer Rechtsordnung gesetzlich festgelegten Alter. Aus diesem Grund hat Apple zusätzliche Verfahren und Schutzmaßnahmen implementiert, um die personenbezogenen Daten von Kindern zu schützen.

Um auf bestimmte Apple Dienste zugreifen zu können, muss ein Kind eine Apple ID besitzen. Eine Apple ID für ein Kind kann durch einen Elternteil oder, im Falle einer verwalteten Apple ID, durch die Bildungseinrichtung des Kindes erstellt werden.“

Kann dieses Produkt offline genutzt werden?

Ja

Benutzerfreundliche Informationen zum Datenschutz?

Ja

Apple unterhält eine Webseite, auf der Datenschutzprinzipien und -Features erläutert werden. In Apples Datenschutzrichtlinie werden einleitend die Prinzipien dargelegt. Zwar ist diese Einleitung insgesamt sehr lang, allerdings ist sie deutlich in relevante Themengebiete unterteilt.

Links zu Datenschutzinformationen

Erfüllt dieses Produkt unsere Mindestsicherheitsstandards? Information

Ja

Verschlüsselung

Ja

Verschlüsselung wird bei der Übertragung und bei Speicherung verwendet.

Sicheres Passwort

Ja

Sicherheits-Updates

Ja

Umgang mit Schwachstellen

Ja

Apple hat ein Bug-Bounty-Programm.

Datenschutzrichtlinie

Ja

Verwendet das Produkt KI? Information

Ja

Einige der KI-Forschungen von Apple finden Sie unter https://machinelearning.apple.com/.

Ist diese KI nicht vertrauenswürdig?

Nicht zu bestimmen

Welche Entscheidungen trifft die KI über Sie oder für Sie?

Apple stellt in seiner Datenschutzerklärung fest: „Apple trifft keine Entscheidungen, die den Einsatz von Algorithmen oder Profiling beinhalten, die Sie erheblich beeinträchtigen.“ Apple setzt maschinelles Lernen auf viele verschiedene Arten ein, von der Verbesserung von Siri bis hin zum Schärfen der von Ihnen aufgenommenen Fotos.

Gibt das Unternehmen transparent an, wie die KI funktioniert?

Ja

Hat der Benutzer die Kontrolle über die KI-Funktionen?

Ja

*Datenschutz nicht inbegriffen

Tauchen Sie tiefer ein

  • Apple says it prioritizes privacy. Experts say gaps remain
    The Guardian
  • Apple’s Privacy Mythology Doesn’t Match Reality
    Wired
  • Apple’s Illusion of Privacy Is Getting Harder to Sell
    The New York Times
  • Apple is sneaking around its own privacy policy — and will regret it
    Computer World
  • Apple Still Has a Privacy Problem
    PC Magazine
  • Apple’s privacy-centric brand image takes a hit as it scrambles to fix security bugs
    The Drum
  • 61M Fitbit, Apple Users Had Data Exposed in Wearable Device Data Breach
    Health IT Security
  • Apple security flaw ‘actively exploited’ by hackers to fully control devices
    The Guardian
  • Apple Issues Emergency Security Updates to Close a Spyware Flaw
    The New York Times
  • Security News This Week: Fake Cops Scammed Apple and Meta to Get User Data
    Wired
  • Apple and Meta Gave User Data to Hackers Who Used Forged Legal Requests
    Bloomberg
  • Apple warns of security flaws in iPhones, iPads and Macs
    NPR
  • Apple Is an Ad Company Now
    Wired
  • Apple’s AI plan: a thousand small conveniences
    The Verge
  • Apple overhauls Siri to address privacy concerns and improve performance
    The Guardian
  • Apple Data Breaches: Full Timeline Through 2021
    Firewall Times

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